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Physikalische Medizin und allgemeine Rehabilitation

WAS bedeutet
physikalische Medizin & allgemein Rehabilitation

 

Grob umrissen arbeitet die Physikalische Medizin mit der Wirkung von verschiedenen äußeren Reizen auf den menschlichen Körper.

Im Vordergrund steht die Bewegungstherapie, die zum Beispiel verschiedene Arten von gezielten Übungen umfasst um die Funktion von einzelnen Muskeln und Muskelgruppen, aber auch des Nervensystems zu verbessern. Auch das Einüben einer gesunden Körperhaltung und von physiologischen Bewegungsabläufen gehört dazu  – wie etwa das Stehen und Gehen, wirbesäulengerechte Arbeitshaltung oder gesundheitsfördernder Bewegungsabläufe im Sport.

Sehr häufig beruhen Beschwerden, z.B. Rückenschmerzen darauf, dass die Muskulatur durch eine einseitige Körperhaltung – etwa beim langen Sitzen vor dem Computer – belastet und dadurch geschwächt wird. Daraus ergeben sich dann häufig Verspannungen oder auch Veränderungen an der Wirbelsäule und an den Gelenken, die zu Schmerzen führen. In diesem Fall geht es darum, die Muskulatur wieder so aufzubauen und zu kräftigen, dass der Bewegungsapparat wieder so funktionieren kann, wie er es sollte – nämlich (weitgehend) schmerzfrei. Dazu gehört jedoch auch eine gewisse persönliche Konsequenz, diese Situation zu erhalten um weiterhin beweglich zu bleiben und z.B. das umzusetzen, was man in der Bewegungstherapie oder in der Sporttherapie erlernt hat. Gemeinsam mit der Muskulatur werden an sich auch die Funktionen des Nervensystems verbessert. Es gibt jedoch auch zahlreiche gezielte Übungen, die die Feinmotorik oder die Sensibilität schulen.

 

Zur Physikalischen Medizin gehört daher auch die Ergotherapie, mit der u.a. manuelle und kognitive Funktionen verbessert werden, und die Logopädie, in der es um die Schulung des Sprechens, des Schluckens, der Sprache und somit auch um die menschliche Kommunikationsfähigkeit geht.

Ein wesentliches Ziel der Bewegungstherapie ist auch die Verbesserung von Kraft und Ausdauer etwa durch die medizinische Trainingstherapie und die Sporttherapie. Hierbei geht es auch darum, das Herz- Kreislaufsystem und den Stoffwechsel zu beeinflussen. Die Physikalische Medizin ist in diesem Sinn also nicht nur für die Funktionen des Bewegungsapparates und des Nervensystems zuständig, sondern für jene des ganzen Körpers. 

Da Körper und Geist nicht voneinander getrennt sind,  bewirkt Bewegung auch mentale Veränderungen – und umgekehrt. Sorgen im Alltagsleben drücken sich z.B. oft in muskulären Verspannungen und Rückenschmerzen aus, gezielte Entspannungstechniken, bei denen z.B. bestimmte Muskelpartien angesteuert, angespannt und entspannt werden, können sowohl eine Schmerzbekämpfung als auch einen Abbau von mentalen Blockaden bewirken. Besonders wirksam sind Bewegungstherapien, die fließend ablaufen und verschiedene Muskelpartien lockern, aber auch kräftigen, wie etwa Yogaübungen.

Der „Prävention“, also der Vorbeugung von schmerzhaften Veränderungen, kommt gerade in der Physikalischen Medizin große Bedeutung zu. Hierbei geht es darum, Schäden zu verhindern, bevor diese entstehen – etwa in dem Sinn, dass man sich um regelmäßige Bewegung und mentale Entspannung bemüht und hierfür Anleitung erhält.

Ein wesentlicher Bereich des Faches ist auch die Rehabilitation, in gewisser Weise kann man dies als ein „Zurückführen“ in das Alltagsleben nach tiefgreifenden Veränderungen verstehen. Dies können schwere Unfälle sein, starke psychische Belastungen, Operationen, neurologische oder auch onkologische Erkrankungen. Häufig finden Rehabilitationsaufenthalte auch in Orten und Einrichtungen statt, die schon sehr lange für diese Zwecke genützt wurden – in einigen solcher Orte werden auch sog. „ortsgebundene Heilmittel“ verwendet, wie z.B. Heilquellen mit besonderen Inhaltsstoffen, deren Wasser oftmals bereits seit der Antike äußerlich oder innerlich angewandt wird.

Im Fall von „stationären“ Rehabilitationen, verbringt man meist mehre Wochen in einer Rehabilitationsklinik, ist aus dem Alltag heraus genommen und kann sich auf das Rehabilitationsprogramm konzentrieren, ohne von alltäglichen Notwendigkeiten beansprucht zu werden.

Bei der „ambulanten Rehabilitation“ wird von zu Hause aus ein Rehabilitationsprogramm absolviert, wobei dieses auch berufsbegleitend erfolgen kann.

Von zunehmender Bedeutung ist in diesem Zusammen jedoch auch die Bedeutung der Prävention – etwa in den Maßnahmen der „Gesundheitsvorsorge Aktiv“, die von den Versicherungsträgern finanziert wird, um frühzeitig gesundheitlichen Beeinträchtigungen entgegen zu wirken.

 

In diesem Sinn sind Fachärztinnen und Fachärzte für Physikalische Medizin und allgemeine Rehabilitation professionelle Begleiterinnen und Begleiter beim Gesundbleiben und Gesundwerden.